KINDERTAGESSTÄTTE • BETRIEBSKINDERGARTEN
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  3. Gestaltung des Lebens in der Kita
 

3.1. Kinderwelt ist Bewegungswelt
Aktuelle Untersuchungen und Studien weisen immer häufiger und alarmierender auf die Zunahme von Bewegungsarmut und daraus resultierender Fettleibigkeit (Adipositas) bei Kindern bereits im Vorschulalter hin. Aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbringen die Kinder immer mehr Zeit am Computer und vor dem Fernseher. Bewegung wird zunehmend als Freizeitbeschäftigung erfasst und nicht mehr als natürliches Verhaltensmuster. Rückenerkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ADMEDIA führt die Rehabilitation dieser Erkrankungen durch, sind eindeutig im Vormarsch und Resultat einer sich weniger bewegenden Gesellschaft.

Das Ziel der Kita „ADMEDINO“ besteht vorrangig darin, bei den Kindern die Freude an Bewegung zu stärken sowie das natürliche Bedürfnis an Bewegung zu fördern. In den ersten Lebensjahren kommt den Bewegungserfahrungen und Bewegungsmöglichkeiten eine besondere Bedeutung zu, sie können als Grundprinzipien der gesunden körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung angesehen werden. Kinder benötigen zum Aufbau ihrer organischen und kognitiven Funktionen eine tägliche Bewegungseinheit von ca. 2 Stunden. Es ist weiterhin anzunehmen, dass Erfolgserlebnisse im Bewegungsbereich zu einem größeren Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten beitragen.

Die Kita verfügt über einen Außenbereich von ca. 4000 qm. Der Garten bietet den Kindern eine reichhaltige Umwelt, die sie anfassen, fühlen, riechen, hören können, in der sie sich selbstständig bewegen können. Sie haben die Möglichkeit zu bauen, zu buddeln, zu kriechen, zu klettern, zu schaukeln, sich zu verstecken und vieles mehr. Jedes Gruppenzimmer verfügt über einen direkten Ausgang zum Garten.

Neben den bereits erwähnten Möglichkeiten im Außenbereich befindet sich der Zeisigwald in unmittelbarer Nähe der Einrichtung. Damit erschließen sich weiträumigere Bewegungsmöglichkeiten sowie eine reichhaltige Erfahrungswelt für die Kinder.

Neben den Bewegungsmöglichkeiten in der Natur stehen den Kindern alle Räumlichkeiten der Mutterfirma zur Verfügung. ADMEDIA verfügt über Gymnastik- und Therapieräume sowie über drei Schwimmbäder (5 m x 17 m, 5 m x 9 m, 3 m x 7 m). Die Firma besitzt seit 10 Jahren Erfahrungen im Babyschwimmen, bietet Kinderschwimmkurse („Seepferdchen“) an. Diese Angebote stehen den Kindern in Absprache und Planung mit der Rehabilitationseinrichtung zur Verfügung. Die Nutzung der Sauna erfolgt jeweils freitags.

In der Kita selbst gibt es einen Sportraum mit einer Größe von ca. 68 qm, welcher den Kindern unbegrenzt zur Verfügung steht. Als Bewegungsangebote gibt es für die Kinder beispielsweise Klettergeräte, Matten, Bälle und Geräte zur Schulung von Geschicklichkeit und Koordination.

Pro Woche werden ca. 2 Sportblöcke altersspezifisch für die Kinder geplant und durchgeführt. Neben den geplanten Bewegungsstunden und den eingerichteten Schwimm- und Saunazeiten, werden ebenfalls offene Bewegungsräume geschaffen (siehe Pädagogische Konzeption).

Für die Kinder mit besonderem Förderbedarf kann die durch Rezept verordnete notwendige Physiooder Ergotherapie und Logopädie auf Wunsch der Eltern in den Tagesablauf integriert werden.

Mindestens einmal pro Jahr organisiert die Kita einen sportlichen Höhepunkt (z. B. Wettrodeln, Wandertag oder Fußballturnier). Die enge Einbeziehung der Eltern in die Arbeit der Kita ist nicht nur bei diesen Festen erwünscht.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit ADMEDIA und der damit vorhandenen langjährigen Erfahrungen im Bereich der Rehabilitation können bei Kindern motorische Defizite rechtzeitig erkannt, den Eltern Empfehlungen gegeben werden und bei Bedarf die Vermittlung zu Fachärzten erfolgen.
Beim Träger der Kita befinden sich sehr viele Sportler nach Verletzungen in Behandlung. Dadurch entstanden enge Verbindungen zu verschiedensten Vereinen der Stadt Chemnitz, z.B. Fußball, Basketball, Schwimmen, Handball und Leichtathletik. Bei besonderen Fähigkeiten von Kindern und auf Wunsch der Eltern können unkompliziert Kontakte zu den Vereinen hergestellt werden. Eine Zusammenarbeit mit einzelnen Vereinen im Rahmen von Projekten ist ebenfalls denkbar.

3.2. Kinderwelt bedeutet Offenheit und Kreativität
Das Vorschulkind ist geprägt von großer Variabilität und Offenheit in allen Lebensbereichen, so ist es in der Regel im kreativen Bereich unterfordert. Kinder im Vorschulalter sind schöpferischer, freier und stabiler als im Schulalter. Das kreative Potential, das im Vorschulalter angelegt wird, bietet die beste Grundlage für den erfolgreichen Einsatz kreativer Arbeitsformen auch im Schulalter. Eine frühzeitige einseitige Förderung in eine Begabungsrichtung sollte dabei jedoch vermieden werden.

Die Kita „ADMEDINO“ möchte ein breites Spektrum von kreativen und künstlerischen Angeboten für die Kinder und Eltern anbieten. Singen, Musizieren, Tanzen, Darstellen, Formen, Malen sollen je nach geplantem Projekt oder individuellen Wünschen das Leben der Kinder in der Kita begleiten.

Das Projekt „Lets speak together“ wird durch die dafür qualifizierten Erzieherinnen in den Alltag integriert.

Einen besonderen Stellenwert soll die Begegnung mit unserer Stadt Chemnitz und ihren vielfältigen kulturellen Angeboten einnehmen. Mit den Städtischen Theatern und anderen Kultureinrichtungen wird eine Partnerschaft praktiziert, die sich im Besuch von Theatervorstellungen oder der Nutzung theaterpädagigischer Angebote ausdrückt.

Bereits bestehende Kontakte zum Chemnitzer Künstlerbund sowie zum Verein „Kunst für Chemnitz“ (Mitgliedschaft des Trägers) bieten vielfältige Möglichkeiten der Projektgestaltung.

Die Chemnitzer Kunstsammlungen und das Kulturkaufhaus TIETZ sollten für die Kinder Orte sein, an denen sie sich auskennen und wohl fühlen. Bei regelmäßigen Besuchen dürfen sie in Büchern stöbern, aber auch Bücher ausleihen.

Die Arbeit der Kita im kreativen Bereich soll zu einem großen Teil in Projekten organisiert werden, deren „Themen“ die Betreuer gemeinsam mit den Kindern „erarbeiten“. Damit gestalten sich die Inhalte individuell bedeutsam und somit effektiver für die Kinder. Ein Projekt kann einen Zeitraum von ca. einem viertel Jahr umfassen.


3.3. Kinderwelt braucht Toleranz

3.3.1. Integration behinderter Kinder

Es ist normal, verschieden zu sein. Einschränkungen können oft nicht beseitigt und weggefördert werden. Aber gemeinsam zu spielen und zu lernen gibt auch Kindern mit Behinderung die Chance, mit ihren individuellen Bedürfnissen an den Möglichkeiten und Realitäten der Außenwelt teilzuhaben. Bei diesem Prozess gemeinsamer Erziehung wird für jedes Kind soziales Lernen möglich, denn die Bedürfnisse, Befindlichkeiten und Fähigkeiten aller Kinder treffen und berühren sich, ergänzen und bereichern sich.

Die Erlebensebenen im Umgang mit Eigenem und Anderem, mit Vertrautem und Fremdem sind in Integrationseinrichtungen besonders vielfältig. Die Erfahrungen, dass Fremdes nicht mehr ängstigen oder beunruhigen muss, sondern vertraut wird, und das man lernt, damit angemessen umzugehen, stärken Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Dass Kinder eine Bühne erhalten, die so vielfältige Lern- und Lebenssituationen zulässt und auf der vieles ausprobiert werden kann, wirkt sich positiv aus auf Grundeinstellungen wie Toleranz und gewaltloser Umgang miteinander, auf Verantwortungsgefühl und demokratisches Verständnis. In der Kita „ADMEDINO“ können bis zu 10 Integrationsplätze eingerichtet werden.

Durch folgende Bedingungen soll die erfolgreiche Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf realisiert werden:

1. Realisierung der strukturellen Rahmenbedingungen:
Der Bau und die Ausstattung der Kita erfolgten barrierefrei. Alle Räume sowie der Garten sind für die behinderten Kinder selbstständig erreichbar. Es erfolgte der Einbau von drei behindertengerechten Sanitärbereichen.

5 Mitarbeiterinnen der Einrichtung verfügen über eine heilpädagogische Zusatzqualifikation. Sie begleiten und fördern die Integrativkinder in ihrer Entwicklung und Erstellen die Entwicklungsberichte für das Sozialamt. Die Leiterin der Einrichtung verfügt über ein abgeschlossenes sonderpädagogisches Studium und hat viele Jahre Berufserfahrung in der Arbeit mit körperbehinderten Kindern sowie der Integration im schulischen Bereich. Alle Mitarbeiter verpflichten sich außerdem zur regelmäßigen Teilnahme an Weiterbildungen entsprechend den Schädigungsbildern der integrierten Kinder.

2. Organisation der pädagogischen Prozesse:
In enger Zusammenarbeit zwischen Erziehern, Eltern, Therapeuten, notwendigen Fachdiensten (z. B. SPZ) sowie dem Sozialamt wird ein Förderplan für jedes integrierte Kind erstellt, in welchem Förderziele und konkrete Fördermaßnahmen festgelegt sind. Dieser Förderplan bildet die Grundlage für kompetentes und differenziertes Arbeiten mit dem behinderten Kind.

Die auf Rezept verordneten notwendigen Therapien können in Absprache mit den Eltern im Tagesablauf der Kita realisiert werden.

3. Intensivierung der Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern sollte im Interesse des Kindes in die Form einer Erziehungspartnerschaft einmünden, zu welcher beispielsweise regelmäßige Elterngespräche zum Entwicklungsstand des Kindes gehören.


3.3.2. Begegnung mit älteren Menschen
Ein Blick auf die letzten Jahrzehnte zeigt, dass sich in Deutschland die Generationen auseinander entwickelt haben. Hunderte von Kilometern zwischen dem Wohnort der Familien unserer Kindergartenkinder und dem Wohnort der Großeltern, sich ständig vergrößernde Unterschiede in Lebens- und Wertevorstellungen, die Berufstätigkeit der Großeltern oder das aktive und erfüllte Rentnerleben sind Beispiele, die diese Entwicklung begründen. Unsere Gesellschaft bietet im Alltag wenig Berührungspunkte zwischen den Generationen, wenn diese nicht durch verwandtschaftliche Beziehungen noch aufrecht erhalten werden.

Aufgrund dieser Situation wird es immer wichtiger, dass den uns anvertrauten Kindern Gelegenheit zum Kontakt mit älteren Menschen vermittelt wird. Und umgekehrt, da auch die meisten Senioren von Kindern isoliert leben und ihnen damit bereichernde Erfahrungen entgehen.

In der Kita „ADMEDINO“ werden Aktivitäten zur Zusammenführung von Vorschulkindern und älteren Menschen gefördert, weil Senioren lebendige Geschichte vermitteln, Senioren ein Stück unserer Kultur sind, Senioren Dinge wissen und können, die inzwischen verloren gegangen sind und Senioren Zeit, Geduld, Gelassenheit aufbringen. Die Kinder sollen durch persönliche Erfahrung Wissen über das Alter erwerben, soziale Verhaltensweisen wie Rücksichtnahme, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft entwickeln sowie kommunikative Kompetenzen lernen.

Bei regelmäßigen Besuchen von „Kindergartenomas“ und „Kindergartenopas“ bringen Senioren ihre Fähigkeiten und Hobbys zur Bereicherung in den Kindergartenalltag ein. Das Erlernen des Schachspieles, das Bauen von Vogelhäusern für den Garten oder das Vorlesen von Märchen begeistert die Kinder und gibt den Senioren ein Gefühl des Gebrauchtwerdens. Außerdem entlasten diese Besuche das Personal, welches Zeit z. B. für systematische Beobachtungen gewinnt.

„Großeltern-Nachmittage“ oder „Großeltern-Spieletage“ werden mit den Kindern gemeinsam vorbereitet. Die Kinder gestalten Einladungen, bereiten Speisen in der Küche vor oder kochen und backen mit den Gästen. Alle singen gemeinsam Lieder und spielen gemeinsam. Es könnte aber auch auf Entdeckungstour durch den Zeisigwald gehen, wo die Kinder ihre Lieblingsplätze zeigen oder die Großeltern die Stationen einer Schnitzeljagd betreuen. Ein gemeinsamer Besuch im Museum oder Theater wäre sehr schön.

Eine besondere Beziehung soll zu den Senioren des in der unmittelbaren Nachbarschaft geplanten Alters- und Pflegeheims entstehen. Die Kinder gestalten mit dem Vorsingen und Vorspielen Veranstaltungen der Senioren. Dies sollte aber nur wenig Zeit beanspruchen. Viel wichtiger ist es, dass Kinder und alte Menschen ins Gespräch kommen, gemeinsam etwas unternehmen, also miteinander spielen oder basteln. Langfristige Patenschaften können entstehen, die für beide Seiten hilfreich sind.


3.4. Zusammenarbeit mit den Familien
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit den Eltern steht das gemeinsame Bemühen um die Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder. Eine Erziehungspartnerschaft sollte auf gegenseitiger Akzeptanz beruhen. Ein Kind, welches die Beziehung zwischen seinen Eltern und den Erzieherinnen als respektvoll und interessiert erlebt, kann sich in der Kita sicher und geborgen fühlen. Dieses Vertrauen ist eine wichtige Bedingung dafür, dass die Kita zu einer entwicklungsfördernden und anregenden Lern- und Erfahrungswelt für das Kind wird.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern findet in vielen verschiedenen Kommunikationsformen statt:

- Information der Eltern vor Aufnahme des Kindes über das pädagogische Konzept, die organisatorischen Rahmenbedingungen und Regelungen der Kita (Aufnahmegespräch)

- Enge und vielfältige Kooperation mit einer gewählten Elternvertretung

- Zugang der Eltern zu aktuellen Informationen: sowohl zu allgemeinen Mitteilungen, Ankündigungen, Einladungen die gesamte Kita betreffend als auch über geplante Ereignisse, Aktivitäten und Angebote für die Kinder und Eltern der einzelnen Gruppen

- Jährliche individuelle Elterngespräche zum motorischen, sozial-emotionalen, kognitiven und sprachlichen Entwicklungsstand des Kindes

- Beratung der Eltern in Erziehungsfragen, sofern diese es wünschen; Unterstützung bei der Kontaktaufnahme mit Beratungsstellen und anderen Diensten - Durchführung von Elternabenden bzw. Elternnachmittagen (mindestens einmal jährlich) zu einem pädagogischen oder entwicklungspsychologischen Thema

- Durchführung von Gruppenelternversammlungen

- Einbeziehung der Eltern in die Organisation und Durchführung von sportlichen Events oder anderen Projekten

- Nutzung des Eltern-Cafes, um die Kontakte der Eltern untereinander zu fördern


3.5. Schulvorbereitung
Zwischen der Kindertageseinrichtung ADMEDINO und der Grundschule des SPFZ Chemnitzer Körperbehindertenschule sowie der Makarenko-GS wird jährlich eine Kooperationsvereinbarung zur Ausgestaltung der Schulvorbereitung in der KiTa geschlossen.

Kooperationspartner: Erzieherinnen der Kita ADMEDINO
Leiterinnen der Vorschule: Frau Fehmel, Frau Gehring
Kooperationslehrerin: Frau Selbmann (SPFZ)


3.5.1. Gemeinsame Ziele der Kooperation
Die Kooperation ist von partnerschaftlichem und vertrauensvollem Umgang miteinander geprägt.

Die Kooperationspartner tragen gemeinsam die Verantwortung für das Wohlergehen der Kinder und die ganzheitliche Förderung ihrer Persönlichkeit in der Übergangsphase vom Kindergarten in die Grundschule.

Mit Blick auf die spezifischen Bildungs- und Erziehungsprozesse in Kindergarten und Grundschule stellt die Schulfähigkeit der Kinder die gemeinsame Aufgabe der beiden Institutionen in enger Zusammenarbeit mit den Eltern dar.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Entwicklung erhalten Kinder im letzten Jahr vor der Schule vielseitige und regelmäßige Angebote, um sich auf den Übergang in die Grundschule vorzubereiten. Ausgehend von den erreichten individuellen Lernständen der Kinder zum Schulanfang soll daran im Anfangsunterricht der Grundschule angeknüpft werden.


3.5.2.Gemeinsame Kooperationsvorhaben

- gemeinsame bzw. differenzierte Schulvorbereitung im wöchentlichen Turnus, jeweils donnerstags

- Schulbesuch der Vorschüler am SPFZ Chemnitzer Körperbehindertenschule und an einer Schule des Wohngebietes

- gegenseitige Einladungen und Besuche zu Höhepunkten im Schuljahr

Einmal pro Jahr findet eine gemeinsame Beratung der jeweiligen Kooperationspartner mit dem Ziel der Reflexion der bisherigen Arbeit und zur Abstimmung der weiteren Vorgehensweise statt. Die Ergebnisse dieser Auswertungen bilden die Grundlage für die weitere Zusammen-arbeit.


3.6. Qualitätsentwicklung
Die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Kindertagesstätte ADMEDINO verfolgt die Ziele:

- Sicherung des körperlichen, emotionalen, sozialen und intellektuellen Wohlbefindens der Kinder

- Anregung und Förderung der Entwicklung der Kinder

- Unterstützung der Familien in ihrer Betreuungs- und Erziehungsaufgabe.

Das Team unserer Kindereinrichtung arbeitet an der Umsetzung der Ziele nach folgenden Grundsätzen:

Pädagogische Grundsätze in der Kindereinrichtung ADMEDINO


1. Jedes Kind hat ein Recht auf Individualität.

- Jedes Kind wird dort abgeholt, wo es in seiner Entwicklung steht.

- Jedes Kind ist der Baumeister seiner Entwicklung und hat ein Recht auf einen eigenen Lernrhythmus.

- Alle Kinder erhalten die gleichen Entwicklungschancen.

- Die Erzieher nehmen die Impulse der Kinder für den Lernprozess auf und sichern ihnen das Recht auf Mitgestaltung.

- Gestärkte Kinder setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander.


2. Die Kinder lernen mit und durch Bewegung im gesamten Tagesablauf.

- Bewegung ist Voraussetzung für motorische und gesunde körperliche Entwicklung.

- Bewegung ermöglicht differenzierte Wahrnehmung und hilft beim kognitiven Lernen.

- Bewegung fördert soziale und emotionale Entwicklung.

- Bewegung unterstützt den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes.


3. Der Bildungsauftrag der Erzieher besteht in der Umsetzung des Sächsischen Bildungsplanes.

- Erzieher sind Begleiter und Unterstützer im kindlichen Lernprozess.

- Erzieher schaffen Geborgenheit, Vertrauen und Achtung gegenüber allen Kindern.

- Erzieher nutzen vielfältige Angebote zur eigenen Weiterbildung.

- Erfahrungsaustausch und Selbstreflexion sind fester Bestandteil der Teamarbeit.


4. Die Eltern sind unsere Partner bei der Bildung und Erziehung der Kinder.

- Die Basis der Zusammenarbeit beruht auf gegenseitigem Vertrauen.

- Erzieher sind Unterstützer und Berater der Eltern bei Fragen und Problemen im Entwicklungsprozess ihrer Kinder


5. Die Entwicklung der Kinder vollzieht sich auch durch Öffnung in den Sozialraum.

- Wir nutzen die nähere Umgebung des Kindergartens (z.B. den Wald) und die öffentlichen Einrichtungen der Stadt (z.B. Theater, Bibliothek, Museen, Tierpark) und lernen unsere Heimatstadt kennen.

- Wir arbeiten eng mit dem Träger und den gewerblichen Einrichtungen in der Umgebung zusammen.

- Wir präsentieren unsere Arbeit mit den Kindern nach außen. Seit 2008 arbeitet das Team der Kindereinrichtung ADMEDINO mit dem Instrument des Nationalen Qualitätskriterienkatalogs „Pädagogische Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder“ (PädQuis). Die Ergebnisse und Zielstellungen in den verschiedenen Qualitätsbereichen finden Eingang in die tägliche pädagogische Arbeit und in unsere Konzeption.


3.7. Partizipation der Kinder
Als Qualitätsmerkmal für die Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe fordert das Bundeskinderschutzgesetz im § 79a die Sicherung der Rechte von Kindern und ihren Schutz vor Gewalt. Zur Sicherung der Rechte von Kindern sind in der Einrichtung geeignete Verfahren der Beteiligung entsprechend des Entwicklungsstandes der Kinder sowie Möglichkeiten der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten zu schaffen und zu gewährleisten.


Partizipation in der KiTa bedeutet, dass

- eine Teilhabe der Kinder an verschiedenen Entscheidungen im Kindergartenalltag stattfindet.

- die Erwachsenen eine hohe Verantwortlichkeit für die Begleitung dieser Prozesse tragen und selbst auf einen Teil ihrer „Macht“ verzichten.

- die Möglichkeiten der Mitbestimmung strukturell verankert sind.


Bildung ist ohne Beteiligung der Kinder nicht zu haben. Sich zuständig fühlen für die eigenen Belange und die der Gemeinschaft, sich konstruktiv streiten und sich in andere hineinversetzen sind wichtige Bildungsinhalte, die nur handelnd erworben werden können.


Partizipation im Alltag der KiTa ADMEDINO:

- Die individuellen Befindlichkeiten jedes Kindes sind wichtig und werden gehört.

- freie Entscheidung über Spielpartner und Spielinhalte

- freier Zugang zu den Materialien

- freie Wahl von Diensten und Aufgaben für die Gemeinschaft

- tägliche oder wöchentliche Morgenkreise in den Gruppen bzw. der ganzen Einrichtung

- individuelle Auswahl der Teilnahme an den Nachmittagsangeboten

- gemeinsame Absprachen und Entscheidungen für Projekte oder für Wochenaktivitäten in den Gruppen

- freie Beteiligung an den Angeboten in der Gruppe

- Beteiligung an der Auswahl des Mittagessens

- Absprachen der Kinder zum Tischdienst und Verteilung der Aufgaben

- Selbstbedienung und Entscheidung über die Menge des Essens, Buffetform zum Frühstück

- freie Auswahl der Schlafplätze zum Mittagsschlaf

- gemeinsames Erleben von Konflikten und Einüben von Konfliktlösungen

- aktive Beteiligung an der Gestaltung der Innen- und Außenräume der KiTa

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